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Cry of Fear
Cry of Fear Cover
Entwickler Team Psykskallar
Publisher Team Psykskallar
Erstveröffentlichung 23.02.2012
Plattformen PC
Spiel-Engine Goldsource
Genre Survival Horror
Ego-Shooter
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Voraussetzungen 64 MB RAM
1 GHz CPU
(Half-Life 1 wird benötigt)
Sprachen Deutsch, Englisch, Schwedisch, Spanisch, Niederländisch, Französisch, Russisch
Altersfreigabe 18 PEGI 18
Website Cry of Fear - Home
Cry of Fear ist ein Survival-Horror-Spiel und der Nachfolger von Afraid of Monsters, eine eigenständige Modifikation für das 1998 erschienene Computerspiel Half-Life 1. Es wurde von dem schwedischen Spiele-Entwickler Team Psykskallar (Andreas Rönnberg und James Marchant) am 23. Februar 2012 offiziell veröffentlicht. Rönnberg entwickelte bereits die erste Mod zu Half-Life, Afraid of Monsters. In diesem Mod spielt der Spieler den Charakter des 19-jährigen Simon Henriksson, welcher sich eines Nachts auf den Straßen von Fäversholm (eine Nachbildung der schwedischen Hauptstadt Stockholm) wiederfindet und einen Weg nach Hause zu finden versucht.

Cry of Fear erhielt 2012 mehrere Auszeichnungen von Mod DB, darunter die der Hauptkategorie Bestes Einzelspieler-Spiel des Jahres und den Community Award. Auch in den Vereinigten Staaten stieß das Spiel auf großes Interesse, sodass sie inzwischen auf Steam gewählt wurde und dort angeboten wird. Im November 2012 erschien zudem eine App für das IPhone, jedoch wird diese von Nutzern des offiziellen Forums als „Fake“ gebrandmarkt, da diese App nichts mit dem eigentlichen Spiel zu tun hat. Auch wurde spekuliert, ob die Entwickler des Spiels eine Klage gegen Apple wegen Urheberrechtsverletzung erheben würden.

Entwicklung

Die Entwicklung von Cry of Fear wurde von Team Psykskallar übernommen, welche auch die Mods Afraid of Monsters und Resident Evil: Cold Blood entwickelten. Die Produktion von Cry of Fear dauerte dreieinhalb Jahre. Das Spiel verwendet die Goldsource-Engine wie auch Half-Life. Insgesamt wirkten neben Andreas Rönnberg zehn weitere Entwickler bei der Erstellung des Konzeptes mit.

In einem Videocast gaben Andreas Rönnberg und James Marchant preis, dass manche Handlungsorte in Cry of Fear auf realen Plätzen in Stockholm basieren, darunter dem Stadtpark, der U-Bahn und leerstehenden Apartments. Da es in Schweden anders funktionierende Tastaturen gibt, weichen die Steuerungsbeschreibungen für Cry of Fear auf ausländischen Tastaturen ab. Um den Protagonisten zu bewegen, muss auf QWERTZ-Tastaturen die „Y-Taste“ gedrückt werden, da bei schwedischen bzw. englischen Tastaturen an dieser Stelle die „Z-Taste“ liegt, mit der der Spieler gesteuert wird.

Seit dem 23. April 2013 kann das Spiel kostenfrei bei Steam heruntergeladen werden. Dies wurde möglich, da Fans das Spiel in der Community für dieses Spiel gestimmt haben. Seit der Veröffentlichung auf Steam kann Cry of Fear gespielt werden, ohne das eigentliche Hauptspiel, Half-Life, installiert haben zu müssen. Laut PCGames stellt Cry of Fear zwar eine Total Conversion von Half-Life dar, allerdings ohne auf bekannte Elemente des Hauptspiels zurückzugreifen. Deswegen betrachtet die Homepage PCGames Cry of Fear als eigenständiges Spiel. Im Vergleich zur Vorversion des Spiels zeigt die aktuelle Version vor dem Spielen einen Warnhinweis für die Spieler an.

Handlung


Achtung Spoiler! Der folgende Abschnitt könnte wesentliche Handlungselemente vorwegnehmen!



Vorgeschichte

Der 19-jährige Simon Henriksson ist nach einer Autokollision, im Vorspann wird gezeigt, dass Simon einen verletzten Mann helfen wollte und absichtlich von einem anderen Autofahrer angefahren wurde, von den Beinen an querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Außerdem leidet er unter Depressionen, einer Panikstörung und ist drogenabhängig. Sein behandelnder Psychologe, Doktor Purnell, schlägt ihm eine neue kognitive Behandlungsmethode vor: Er soll in einem Buch seine Emotionen sowie seine derzeitige Stimmung niederschreiben, um das Trauma zu überwinden.

Haupthandlung

In diesem Buch ist er nicht auf seinen Rollstuhl angewiesen. Er wacht eines Nachts mitten in Fäversholm auf, ohne zu wissen, was vorher passiert ist. Er irrt ziellos durch die Straßen der Stadt und versucht sich zu orientieren. Mit der Zeit begegnen ihm Monster, die nach seinem Leben trachten, darunter Carcass und ein Arzt (eine eingebildete Version von Doktor Purnell) mit Gasmaske, der anderen Menschen mit einer Säge den Kopf abschneidet.

Irgendwann auf seiner Reise begegnet er auf dem Dach eines Hochhauses Sophie, einer ehemaligen Mitschülerin von ihm. Nach einem langen Gespräch mit ihm, in dem sie ihm gesteht, dass sie sich von allen Menschen missverstanden fühle, begeht sie Selbstmord. Nachdem Simon ihre Leiche aufgesucht hat, kommt eine Erinnerung wieder, in der Sophie ihn abweist. Simon beschließt mit der U-Bahn in die Vorstadt zu fahren, um seine Mutter in Sicherheit zu bringen, jedoch entgleist der Zug. Simon gelingt es mit letzter Kraft aus dem Wagon zu entkommen, der von einer zerstörten Brücke herabzustürzen droht. Ohne Waffen und Taschenlampe muss er in der Nacht durch einen Wald zurück in die Stadt finden. In einer stillgelegten Klinik trifft Simon auf den Doktor mit der Gasmaske, welcher hinter einem verriegelten Gittertor steht und auf ihn zu warten scheint. Er verspricht Simon, dass er das Tor öffnet, wenn dieser ihm eine geladene Waffe bringt, die in dem Gebäude versteckt ist. Simon willigt ein und bringt dem Doktor die Waffe, woraufhin dieser Simon einen Streifschuss am Oberarm verpasst, ihm wie versprochen den Schlüssel für das Tor gibt und danach verschwindet.

Simon schafft es aus dem Wald zu entkommen und in die Vorstadt Stockholms zu fliehen, wo er und seine Mutter wohnen. Als er in seinem Haus ankommt und seine Mutter nicht vorfinden kann, findet er stattdessen sein Tagebuch. Mit dem Fund endet die in diesem Buch niedergeschriebene Geschichte und der echte Simon wird in einem entscheidenden Duell mit seinem imaginierten Ich aus dem Buch konfrontiert.

Alternative Enden

Je nach Verlauf der Story kann der Spieler vier verschiedene Enden erreichen. Drei davon ziehen den Suizid des Protagonisten nach sich. Die sogenannten „schlechten“ Enden erhält der Spieler, wenn dieser Carcass nicht tötet und dem fiktiven Doktor Purnell nicht seine Waffe bzw. die Waffe besorgt, um die er bittet.

Carcass ist ein Bossgegner bei Cry of Fear, vor dem der Spieler fliehen kann, was ihm aber ein schlechtes Ende beschert. Der Spieler kann auch ein schlechtes Ende erlangen, obwohl Carcass von Simon getötet wurde. Dieses erhält der Spieler, wenn er dem Doktor in der verfallenen Klinik im Wald nicht seine Waffe gibt.

Im ersten Ende (es wird erreicht durch Carcass' Verschonung und dem Misstrauen in den Doktor in der Klinik im Wald) schlägt die Therapie fehl und Simon entwickelt einen Hass auf die Welt. Er bringt den echten Doktor in dessen Appartement um, da sein Rat, das Buch zu schreiben, einen negativen Effekt auf Simons Heilungsprozess hatte und ihn auf den Weg in die „Selbstzerstörung“ führte. Auch Sophie wird von ihm umgebracht. Nachdem er das Buch abgeschlossen hat, begeht er Suizid. Die Leichen werden später von der Polizei entdeckt.

Im zweiten Ende (es wird erreicht, wenn der Spieler Carcass verschont und dem Doktor in der Klinik die von ihm gewünschte Waffe aushändigt) zeigt Simon Respekt für die Bemühungen Purnells, ihm helfen zu wollen, kommt aber zu dem Schluss, dass sein Leben nutzlos ist. Er erkennt sich als unfähig, mit anderen Menschen zu leben und Probleme zu lösen. Er bringt Sophie in seinem Haus um und begeht anschließend Selbstmord.

Das dritte Ende (hier muss der Spieler Carcass töten, aber dem Doktor in der Klinik nicht seine Waffe geben, um es freizuschalten) ist diametral zum ersten. Er bringt Purnell in seinem Appartement um, verschont jedoch Sophie. Nach einem Gespräch, in der Simon ihr sagt, dass sie die einzige Person in seinem Leben war, die ihm helfen konnte, begeht er Selbstmord durch einen Kopfschuss.

Das vierte und „gute“ Ende wird erreicht, wenn der Spieler Carcass umbringt und dem Doktor in der Klinik die von ihm gewünschte Waffe sucht und aushändigt. Er bringt weder den Doktor noch Sophie um und begeht auch keinen Selbstmord. Er realisiert, dass er eine Psychose durch seine Panikstörung erlitten hat. Es wird gezeigt, dass Simon während des psychotischen Anfalls statt seines imaginierten Ichs zwei Polizisten erschossen hat. Er wird aufgrund einer diagnostizierten Psychose lebenslang in eine Heilanstalt eingewiesen, wo er von Doktor Purnell psychologisch betreut wird, wofür er sehr dankbar ist. Auch erwähnt Simon, dass Sophie ihn regelmäßig in der Klinik besuche. Des Weiteren berichtet er, dass Sophie einen neuen Freund gefunden habe und beiden viel Glück wünsche.

Im Co-op-Modus erhält der Spieler ein Ende, das der eigentlichen Cry of Fear-Story widerspricht. Hier erreicht die Polizei rechtzeitig den Unfallort, wo Simon angefahren wurde, und verhaften den Fahrer des Unfallautos. Simon kann gerettet werden und wird nicht invalid. Auch hat Simon in diesem Ende eine Beziehung mit Sophie begonnen.

Geheimes Ende

Bei Cry of Fear ist es möglich, ein geheimes Ende („Secret Ending“) freizuschalten. Dazu muss der Spieler bald nach dem Angang ein ominöses Päckchen aufnehmen und später in einen Briefkasten in der Saxon Avenue einwerfen und das Spiel mit dem „guten“ Ende abschließen. In der Endsequenz des geheimen Endes zeigt sich, wer für den Unfall verantwortlich war. Es stellt sich heraus, dass David Leatherhoff (der Protagonist aus Afraid of Monsters) unter Drogeneinfluss den Wagen gefahren hat.

Gegenstände zum Freischalten

Bei Cry of Fear ist es möglich, diverse Gegenstände (Kleidung, Waffen etc.), aber auch den Alptraum- bzw. den Doktor-Modus freizuschalten. Manche Gegenstände, wie Kleidung oder Seiten aus Simons Buch, können teilweise im Laufe des Spiels freigeschaltet werden. Manche Kleidungsgegenstände erfordern das „geheime“ oder das erste „schlechte“ Ende. Den Custom-Hoodie kann der Spieler erst freischalten, indem er alle anderen Kleidungsgegenstände im Spiel freigeschaltet und jeweils das Spiel abgeschlossen hat, wobei der Schwierigkeitsgrad des Spiels egal ist.

Es ist möglich, bei Cry of Fear vier verschiedene Waffen freizuschalten. Die Kamera, David Leatherhoffs Axt aus Afraid of Monsters, Simons Buch und eine FAMAS. Für die Kamera muss der Spieler Cry of Fear in zweieinhalb Stunden oder weniger beendet haben. Durch einen Glitch in einer früheren Spielversion konnte dieser Gegenstand auch ohne das Erreichen des Ziels freigeschaltet werden. Mit der neuen Version wurde dieser Glitch entfernt. Um Simons Buch zu erhalten, muss das Spiel im Alptraum-Modus mit der Benotung „S“ abgeschlossen werden. Die FAMAS erhält der Spieler, wenn er den Alptraum-Modus absolviert hat, wobei das Ende egal ist. Die Axt erhält der Spieler im Spielverlauf. Hierfür erhält der Spieler einen mehrstelligen Code, welcher eine Tür entriegelt, wo die Axt zu finden ist.

Der Alptraum-Modus wird spielbar, wenn der Spieler Cry of Fear mindestens einmal durchgespielt hat. Hierbei handelt es sich um das Spiel in der höchsten Schwierigkeitsstufe. Die Monster sind um einiges Stärker und es sind weniger Gegenstände (Waffen, Spritzen und Speichergeräte) vorhanden. Der Doktor-Modus wird ebenfalls nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet. In ihr schlüpft der Spieler in die Rolle von Dr. Purnell. Ziel ist es, Simon davon abzuhalten, sein Buch zu schreiben. Der Spieler startet mitten in der Stadt und hat einen Colt mit begrenzter Munition und muss versuchen, Simon einzuholen. Dabei begegnen auch ihm die Monster aus dem Hauptspiel. Die Schwierigkeit im Doktor-Modus ist, dass es keine Möglichkeit gibt, neue Heilgegenstände zu finden. Durch Abschließen dieses Spielmodus wird die Gasmaske des Doktors im Spiel freigeschaltet.

Charaktere

Protagonist

Simon Henriksson

Simon ist der Protagonist bei Cry of Fear. Er ist 19 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter in einem Vorort von Fäversholm. Er sitzt im Rollstuhl, da seine Beine gelähmt sind, nachdem er von einem Auto angefahren wurde. Er leidet seitdem unter Depressionen, Panikstörungen und ist drogenabhängig. Von seinem behandelnden Arzt, Dr. Purnell, erhält Simon die Möglichkeit, seine Gefühle in einem Buch niederzuschreiben, um über das Trauma hinwegzukommen. Er ist in eine ehemalige Mitschülerin verliebt, die ihn jedoch abgewiesen hat.

Antagonisten

Doktor Purnell

Doktor Purnell ist einer der Antagonisten und Simons behandelnder Arzt. In der Spielrealität ist Doktor Purnell für die Genesung Simons zuständig. Er rät Simon dazu, seine Gefühle in einem Buch aufzuschreiben, um sein Trauma zu überwinden. Purnell wird sich (beim guten Ende) um Simon in der Heilanstalt kümmern.

Sawer

Der „Sawer“ (von engl.: saw für Säge) ist der erste Endgegner. Seinen Namen verdankt er der Kettensäge, die er bei sich trägt. Er ist eine lange, skelettöse Kreatur, aus dessen Gesicht mehrere Nägel heraushängen.

Mace

Mace ist der zweite Bossgegner. Er sieht wie eine riesige Mumie aus, der in einer Hand einen Totschläger hält. Mace taucht auf unmittelbar nachdem der Doktor einen Mann mit einer Säge enthauptet hat. Mace ist immun gegen Schusswaffen.

Carcass

Carcass (eng.:'Kadaver), der dritte Boss im Spiel, erscheint unmittelbar nach dem Suizid von Sophie. Er hat einen amputierten Körper, welcher auf einem Stuhl sitzt und dank einem Heißluftballon in der Luft schwebt. Carcass ist der einzige Bossgegner, vor dem der Spieler fliehen kann, was allerdings zu einem „schlechten“ Ende führt. Es heißt, dass Carcass als Metapher für Simons Erkrankung steht.

Simon

Simon ist der finale Boss beim "schlechten" Ende. Simon ist der eigentliche Protagonist, welcher im Rollstuhl sitzt. Der Spieler steuert den Charakter, welcher im ganzen Spiel gespielt wurde. Der richtige Endboss ist Simon. Dabei handelt es sich um den Charakter, den der Spieler während der Story gespielt hat. Wenn man das „gute“ Ende freigeschaltet hat, befindet sich der „echte“ Simon in einem Rollstuhl. Er ist vergleichbar mit.

Sawrunner

Sawrunner ist ein öfters im Spiel vorkommender Boss, der vom Spieler zwar getötet werden kann, dies aber nicht intendiert und somit nur mit viel Mühe zu schaffen ist. Der Protagonist muss vor diesem Boss fliehen. Sawrunner wird in der Story durch Schreie und Kettensägengeräusch angekündigt. Im Waldsegment ist es möglich, Sawrunner zu sehen. Im Coop-Modus ist es möglich, Sawrunner umzubringen, auch wenn dieses Vorhaben aufgrund seiner hohen Lebensanzeige fast unmöglich erscheint.

Auszeichnungen

Cry of Fear konnte 2012 mehrere Auszeichnungen erringen. Das Spiel gewann den Community Award und in der Kategorie Bestes Einzelspieler-Spiel des Jahres, beides verliehen von der Community Mod DB.